Erfolgreiche Integration über Sprache und Essen

Die tschechische und slowakische Gemeinschaft ist eine der größten ausländischen Kulturgemeinschaften in der Passerstadt. Mit Italienischkursen und Nationalgerichten aus den beiden Ländern gelingt eine gute Integration.

Meran, eine Stadt mit einer Mindestkriminalitätsrate, unterstützt ausländische Gemeinschaften. Dies beginnt bei der Integration und geht bis zum kulturellen Austausch als gegenseitige Bereicherung. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es im Angebot Kultur und Bildung, ohne diese beiden Grundsäulen wäre jedes Integrationsprojekt dazu bestimmt, kläglich zu scheitern. Die festen Bildungseinrichtungen UPAD und Palladio verfügen über ein hochprofessionelles Niveau und eine anerkannte Geschicklichkeit zur fachkundigen Integration ausländischer Bürger, vom Kleinsten bis zum Größten. Die verschiedenen Gemeinschaften auf dem Gebiet erhalten mit konstanter Unterstützung dieser Einrichtungen und ihrer Mitarbeiter auch Raum und Gelegenheit, sich kontrolliert und begleitet einzubringen.

Eine der zahlreichsten und aktivsten Gemeinschaften ist jene der Bürger aus der Tschechischen und der Slowakischen Republik, welche seit jeher unterschiedlich jedoch nicht gegeneinander ausgerichtet ist und zwar so, dass bereits seit geräumiger Zeit, mit Fördermitteln der Landesverwaltung, auf verschiedenem Niveau Italienischkurse stattfinden. Die native Sprachdozentin Dr. Lucie Huskova erklärt dabei das Bildungsfach in italienischer und tschechischer Sprache, dies um das Erlernen der italienischen Sprache zu beschleunigen und zu begünstigen. Am Ende eines jeden einzelnen Kurses wird ein Teilnahmezertifikat ausgestellt, welches in der Arbeitswelt eingesetzt werden kann.

Aufgrund des erzielten Erfolges ist nicht ausgeschlossen, dass in Zusammenarbeit mit anderen Körperschaften bald auch echte Prüfungen eingeführt werden, um Interessierte auf das erforderliche Sprachniveau “B1” zu bringen, welche zur Erlangung der italienischen Staatsbürgerschaft erforderlich ist.

Dieselben Meraner Bildungseinrichtungen, UPAD und Palladio (Direktor Dr. Mauro Cereghini), haben kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Frauenmuseum Meran (Direktorin Sigrid Prader) sowie unter der Schirmherrschaft der Stadtgemeinde Meran und der Autonomen Provinz, eine Reihe von Treffen mit dem Titel “La cucina – arte dell’incontro” (“Die Küche – Kunst der Begegnung”) organisiert, in welchen der tschechischen und slowakischen Küche viel Raum gegeben wurde und welche beim Publikum auch erfolgreich angekommen sind. So wurden positive Artikel in den lokalen Zeitungen veröffentlicht und auch in einem TV-Beitrag wurde über die Treffen berichtet. Entsprechend haben am 9. April 2019 ab 19 Uhr über 60 Teilnehmer den Saal gefüllt und sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, die Geschichte und die Beschreibung der typischen Gerichte der beiden verbrüderten Kulturgemeinschaften anzuhören sowie die traditionellen tschechischen und slowakischen Gerichte zu verkosten, welche vom Chefkoch Radovan Nesrsta und den Studentinnen des Italienischsprachkurses vorbereitet und aufgetischt wurden.

Aber das ist noch nicht alles, denn auch in naher Zukunft wird das kulturelle Leben in Meran durch die weiß-blau-rote Trikolore Tschechiens und der Slowakei geprägt. Geplant ist ein Treffen mit der Schriftstellerin Alena Mornstjanova sowie eine Reihe weiterer Veranstaltungen und Aktivitäten, die sich in den reichhaltigen multikulturellen und internationalen Veranstaltungskalender der Stadt Meran einfügen, welcher für ein immer breiteres und fachkundigeres Publikum bestimmt ist.

 

(Voxnews Suedtirol — 21.6.219 — Redaktion — https://www.voxnews.online/erfolgreiche-integration-ueber-sprache-und-essen/)